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Tiny Tiny RSS in a nutshell – 10 Tipps zum Einstieg

Rss-feedEs gibt viele Gründe einen Feedreader zu nutzen, dabei auf einen selbstgehosteten Feedreader zu setzen mindestens ebenso. Als prominentester Auslöser selbst einen RSS-Reader zu hosten gilt mit Sicherheit der Tot des Google Reader vor einigen Monaten. Und auch wenn Feedly aktuell das Tool der Wahl am Reader-Himmel zu sein scheint, toll aussieht und ganz bestimmt ganz viel mehr kann als ich jemals bräuchte, hab ich mich dazu entschlossen selbst einen Reader zu hosten und mir damit künftige Umzüge zu ersparen.

Die Wahl fiel nach kurzer Recherche auf TT-RSS, oder auch Tiny Tiny RSS. Einfach aus dem Grund weil es da war. Es ist kostenlos, Open Source, es gibt eine funktionierende Community und genug gute Anleitungen, falls es dochmal klemmen sollte. Aus dem Grund will ich hier auch keine Schritt-für-Schritt Installationsanleitung posten (das gibt es z.B. hier und hier schon), sondern nur kurz ein paar Dinge zum Einstieg festhalten. Verwendet wurde TT-RSS Ver. 1.9.

  1. das Installationsskript macht es einem sehr, sehr leicht. Zeit vom Download bis laufende Feeds: unter 1 Std. (und auch nur weil jeder Hoster da seine Eigenheiten hat)
  2. der vom Installationsskript angelegte User “admin”/”password” kann umbenannt und in den Rechten herabgestuft werden – löschen kann man ihn per Interface nicht. Dazu braucht’s den Griff in die Datenbank bspw. per phpmyadmin
  3. wer keine Lust auf Userverwaltung hat und TTRSS nur als Einzelanwendert betreibt kann das in der Config.php angeben und SINGLE_USER_MODE auf ‚true‘ setzen. Man sollte allerdings tunlichst darauf achten sein Backend dann anderweitig zu schützen (.htacess etc). (Allgemein darf man sich die config.php ruhig mal näher ansehen ;))
  4. der Import z.B. von alten Google Reader Feeds läuft über die Einstellungen -> Feeds -> opml. Hier die subscriptions.xml importieren, die man beispielsweise aus Google Takeout mitgenommen hat. Das wird mit einer Fehlermeldung quittiert, die feeds sind trotzdem da und laufen
  5. einen Feed aktualisiert man manuell mit Doppelklick auf den Namen in der Feedliste links
  6. wer die Feeds automatisch aktualisieren will hat drei Möglichkeiten, die hier beschrieben stehen. Naheliegend dürfte Version 2 sein, per cronjob. Wessen Hoster das nicht anbietet bzw. wessen Hostingpaket das nicht hergibt, wer aber eine WordPress-Installation betreibt, kann diese dazu zweckentfremden und per Plugin den WP-internen Cronjob nutzen. Wie das geht, steht bei Michael Sonntag.
  7. wer die Simple Update Methode nutzen will (siehe config.php) sollte wissen, dass dann nur ein automatisches Update erfolgt, wenn man im Webinterface des Readers eingeloggt ist. Und zwar nur das Webinterface, nicht Zugriff via App oder sonstwas.
  8. Wer per App auf seine Feeds Zugreifen will muss in den Einstellungen natürlich den API Zugriff erstmal erlauben.
  9. die offizielle TTRSS App ist kostenlos, läuft aber nur 7 Tage. Danach kostet es einmalig, faire 1,50€
  10. Für’s Auge und die Usability gibt es jede Menge Einstellungsmöglichkeiten. So muss niemand auf die Shortcuts des Google Reader verzichten und wem das Standard-Design nicht gefällt hat weitere Möglichkeiten. Plugins tun ihr übriges. Alles in allem lohnt es zunächst die Einstellungen durchzuklicken.

Letztlich hilft nur ausprobieren, aber TTRSS lohnt sich. Und wer noch ein paar weitere Gründe für TTRSS braucht, einige mehr stehen zum Beispiel in diesem Blog.

Bildquelle: Public Domain | Wikimedia Commons

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2 Comments

  1. Mariusz

    Hi Tobias,

    klasse Tipps, habe sie eben gebraucht und speziell der Links zum Cron-Update war hilfreich. Hat mir eben paar Minütchen erspart..

    ciao Mariusz

    • Aber immer gerne. Die Sache mit dem Cronjob ist je nach Hostingkonditionen etwas tricky, die WP Pluginlösung fand ich da ganz praktisch.
      Gruß, Tobias

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